DATABASE|NARRATIVE|ARCHIVE
An International Symposium on Nonlinear Digital Storytelling
DATABASE|NARRATIVE|ARCHIVE
an international symposium on Nonlinear Digital Storytelling organized by CINER-G, a group driven by Matt Soar and Monika Kin Gagnon at Concordia University, Montreal.
1st Korsakow-Talk, ever. Prepared is material for 4 hours talk, the audience chooses, what they want to hear.

{ Florian | 15.05.11 }





Crossmedia Projekt von Florian Thalhofer und Berke Bas
Eine Koproduktion von Kloos & Co. Medien mit ZDF/ARTE und arte.tv mit Unterstützung von Medienboard Berlin-Brandenburg.

Im Rahmen der Reihe “Die Zukunft des Dokumentarfilms” freuen wir uns, zum ersten Mal den linearen Film und die Web-Documentary in einer gemeinsamen vom Regisseur präsentierten unterhaltsamen Show zu zeigen. Sie werden Gelegenheit haben, den Reiz beider Erzählformen, deren Unterschiede und die Herausforderungen und Chancen der linearen und non-linearen Erzählweise im direkten Vergleich zu erleben. Und anschließend mit einigen der Macher des Projekts zu diskutieren.

Katalogtext:
Die Crossmedia Veranstaltung ist eine einzigartige Gelegenheit, die neue Form des intermedialen und web-basierten dokumentarischen Arbeitens kennenzulernen. Die Crossmedia-Doc-Show PLANET GALATA von Florian Thalhofer, zeigt zuerst den linearen Dokumentarfilm, um dann im Anschluss die Zuschauer im Kino in die Präsentation des interaktiven Projekts einzubinden. Mit Laserpointern können aus dem Publikum die interaktiven Elemente angesteuert werden. Auf diese Weise werden der Film und das Web-Projekt in ihren Möglichkeiten Inhalte zu transportieren direkt miteinander verglichen.
Das folgende Podiumsgespräch wird von Roderich Fabian (Bayern 2-Zündfunk) moderiert. Autor Florian Thalhofer, Produzent Stefan Kloos und Redakteurin Kathrin Brinkmann veranschaulichen die Entwicklung von Crossmedia-Projekten und diskutieren die Perspektiven solcher intermedialer Dokumentationen. Themenwahl, Umsetzungsmöglichkeiten crossmedialer Zusammenarbeit und Finanzierungsstrategien werden besprochen und Fragen des Publikums beantwortet.

SAMSTAG, 7. Mai 10h – 13h.
Filmmuseum.
Tickets im Vorverkauf erhältlich www.dokfest-muenchen.de


{ Florian | 05.05.11 }





Nicht, dass ich nichts zu tun hätte: Eigentlich arbeite ich gerade an Planet Galata, der nächsten Version von Korsakow und einer Korsakow-Show-Reihe in Prag. Dann erreicht mich die Nachricht, dass 7sons für den Deutschen Webvideopreis nominiert ist. Der Deutschewebvideopreis – was ist der Deutschewebvideopreis? Und wo zum Teufel ist eigentlich 7sons? Es dauert eine Weile, bis ich herausgefunden habe: 7sons schlummert auf einem Billig-Webserver in Atlanta (500GB – 5$ pro Monat!) aber die Leute fangen an, sich zu beschweren, dass die Videos ruckeln. “Ich wupp das mal auf’n schnelleren Server”, denk ich bis ich sehe, wie grottig das Video komprimiert ist. Und wo bitte sehr habe ich das Ursprungsvideomaterial? Ich durchsuche Festplatten. 22 Stunden später ist die Website überarbeitet, der Film poliert und alles in Frankfurt gehostet!

7sons

Wow: 7sons so hübsch wie nie!
Hier kann man, wenn man will, dafür abstimmen.

7sons – eine Reise zu den Beduinen, von Florian Thalhofer und Mahmoud Hamdy.
Mahmoud Hamdy läuft gerade mit einer Machete durch die Strassen von Kairo. Das war auch so ein Shock der letzten Tagen.


{ Florian | 11.02.11 }





Gullivers sechste Reise
Schiffbruch im Heimathafen – eine Ausstellung über Maße, Regeln, Perspektiven
Ausstellung vom 7.12.2010 bis 20.2.2011 in der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz
Eröffnung am Dienstag, den 07. Dez. 2010 um 19.30 Uhr.
Wie bestimmt das Gegebene unser Handeln?
Wie entstehen Regeln und Orientierungen, und wann werden sie hinderlich?
Können wir sie vergessen, wieder finden oder über Bord werfen?

Die Ausstellung “Gullivers sechste Reise” stellt Arbeiten von KünstlerInnen vor, die sich diesen Fragen
stellen und mit Welt erforschender Neugier Arbeiten entwickeln. Im Sinnbild des Gulliver finden hier
künstlerische Perspektiven zusammen, die den Blick sowohl in die Ferne als auch auf das nahe
Gelegene richten, das Große im Kleinen suchen und das Kleine im Großen. Alle Normen und
Praktiken unserer sozialen Ethik bilden sich im Alltag ab. Abstand und neuartige Eindrücke bringen
Anregung, Perspektivenwechsel und Klarheit. Die Erfahrung des Reisens, des sich Entfernens und
Aussetzens führt zur Supervision des Vertrauten. Das Projekt “Gullivers sechste Reise” nimmt die Spur
auf, die den Blick auf das Vertraute radikal verändert, weil sie die Perspektive wechselt.

Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz I
Telefon 0371-3676680
www.nsg-chemnitz.de
geöffnet 10 bis 18 Uhr, dienstags bis 20 Uhr, mittwochs geschlossen

Mit Arbeiten von
Alfred Banze, Philipp Bruhn, (e.)twin Gabriel, Bernhard Garbert, Walter Gramming, Florian Haas, Juliane Heise, Antonia Hirsch, Marcus Jansen, Isabelle Krieg, Micah Lexier, Ralf Lücke, Maix Mayer, Kolja Mensing, Tyyne C. Pollmann, Julien Previeux, Dierk Schmidt, Jo Stockham, Thorsten Streichardt, Florian Thalhofer, Signe Theill, Günter Unterburger.

13terShop

Zu sehen ist der Korsakow-film “13terShop“, für den zusammen mit Kolja Mensing ich im Jahre 2005 einen Monat lang in einem Einkaufszentrum verbrachte.


{ Florian | 05.12.10 }





“Von Fahnen, Farbbeuteln und Fixierungen. Zur Natur der Farbe im politischen Raum” unter diesem gewichtigen Namen findet zur Zeit eine Ausstellung in Dresden statt. Die Arbeit Vergessene Fahnen ist dabei auch mit von der Partie.


{Video: Patriotisches Wandbild 2010 von Sebastian Hempel}

In der Motorenhalle werden Arbeiten von Künstler/innen gezeigt, die auf unterschiedlichste Weise Farbwirkungen in gesellschaftlichen Zusammenhängen thematisieren. Auch bei dieser Ausstellung liegt der Fokus auf Arbeiten von Künstler/innen aus den ehemals als sozialistisch bezeichneten Staaten.

An der Ausstellung beteiligte:
Thomas Baumhekel, Anke Binnewerg, David Cerný, Susan Donath, Sándor Dóró, Igor Grubic, Carl Michael von Hausswolff, Yuri Vassiliev, Sebastian Hempel, Grzegorz Klaman, Leszek Knaflewski, Katarzyna Kozyra, Rupprecht Matthies, Jana Morgenstern & Dagmar Mouton, Matt Mullican, Wolfgang Smy, Jirí Suruvka, Florian Thalhofer & Juliane Henrich, Herbert Warmuth, Karen Weinert.

14.10.2010 – 15.1.2011
Motorenhalle Dresden

Ausstellung  14.10.2010-15.1.2011  // geschlossen 21.12.-3.1.
Di-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr  // Eintritt frei

{ Florian | 04.11.10 }





whoiswho

The nonlinear version of Planet Galata (there s a linear one, as well) is shown at the Sheffield Doc/Fest.
Nov 3 – 7, 2010.

I will be around, too. Meet for a cup of tea? (+49 177 285 9872)


{ Florian | 20.10.10 }





pg_kioskkemal

Heute Abend bin ich im Fernsehen! Und da habe ich mir gedacht, vielleicht interessiert das wen. Weil sonst bin ich ja eigentlich nur im Internet. Jetzt also im TV – auf ARTE! Es wird spät sein, wenn der Film losgeht – 23:30 Uhr, dann, wenn die braven Kinder schon im Bett sind. Es gibt jede Menge Sex und Gewalt und es gibt ein Monster, das Menschen frisst! (Das mit dem Sex und der Gewalt ist ein wenig übertrieben, das sage ich jetzt nur, damit ganz viele einschalten (wobei mein Vater, als ich ihm vorab den Film gezeigt habe, schon gefragt hat, ob das mit der Amerikanerin und dem Sex hat sein müssen, oder ob das nur sein muss, damit es im Fernsehen läuft)).

Es wäre schon schön, wenn ganz viele einschalten würden, denn weil wenn der Film, sagen wir mal, eine Millionen Zuschauer hat, dann darf ich bestimmt wieder einen Film für ARTE machen. Es hat nämlich sauviel Spass gemacht, den Film zu machen, auch wenn es viel Arbeit war. Nicht nur für mich! Weil ich habe den Film ja nicht alleine machen dürfen, sondern zusammen mit einem ganzen Team von Leuten. Allen voran Berke Bas, meiner Co-Autorin in Istanbul und Gunther Kreis, der in Berlin den Film geschnitten hat, und da könnte ich jetzt richtig loslegen mit einer langen Liste von Leuten, die alle mitgemacht haben. Aber wir sind ja noch nicht bei der Verleihung des goldenen Oscars. Dies soll nur ein kleiner Hinweis sein. Wie gesagt:

Sex und Gewalt!

Also seinen Sie doch so lieb und sagen sie ihren 1 Million Nachbarn und Freunden Bescheid. Damit die auch alle einschalten. Heute Abend um 23:30 Uhr.

Und folgendermassen steht es in den Programmzeitschriften abgedruckt:

Die Galatabrücke ist mehr als ein Ort des Transits, sondern ein eigener Mikrokosmos: Hier pulsiert das Leben, Menschen treffen aufeinander, viele gehen hier ihrer Arbeit nach und einige leben gar auf der Brücke. Die Brücke ist ein Ort, die das Leben und die Träume der Einwohner Istanbuls kondensiert widerspiegelt. Mit großem Interesse an den einzelnen Menschen und ihren Geschichten nähern sich die Filmemacher behutsam und unvoreingenommen den Einwohnern Istanbuls. Ihr Anspruch ist es, Ausschnitte der Wirklichkeit jenseits üblicher Türkeibilder zu zeigen, die häufig von Stereotypen geprägt sind. Entstanden ist eine Liebeserklärung an die Stadt, die es ermöglicht Istanbul und seine Bewohner in ihren verschiedenen Facetten kennenzulernen.

Die Galatabrücke in Istanbul wird als eine der Hauptverkehrsadern der Millionenmetropole am Bosporus an jedem Tag von vielen Tausenden Menschen überquert. Der Berliner Medienkünstler Florian Thalhofer und die türkische Filmemacherin Berke Bas haben für das crossmediale Projekt “Planet Galata” zwei Monate auf der Brücke verbracht.

PS:
Ich selbst werde heute Abend leider nicht einschalten können, weil ich bin gerade in Tschechien unterwegs und arbeite an einem neuen Projekt. Und das wird dann garantiert nicht im Farbfernsehen zu sehen sein, sondern wieder ganz brav im Internet.

PS 2:
Das mit dem Monster stimmt übrigens, auch wenn das Monster an sich gelogen ist!


{ Florian | 27.09.10 }





spreeblick-logo-01

… also viel mehr aufs Goldene Horn, also vielmehr auf die Galatabrücke und um ganz genau zu sein: auf Planet Galata!

www.spreeblick.com


{ Florian | 25.09.10 }





Florian copy

Talk im Club

Letzte Woche beim tschk!talk. So sah es Ralph Ammer.


{ Florian | 02.09.10 }





Oemer-schaut-aus-dem-Fenster_SMALL

Herr Kloos von der Firma Kloos und Co Medien GmbH sagt, dass es das Beste ist, was ich je gemacht habe. Naja, mal schauen, ob Planet Galata die [kleine welt] toppen kann. Die kleine Welt. Die ist von 1997 und hat eine Auflösung von 640×480 Pixeln. Das war mal cool. Jetzt ist 1920 × 1080 Pixel cool, und Planet Galata ist 1920 x 1080 Pixel!

Die [kleine welt] war ja quasi der Ursprung von allem. In der [kleine welt] geht es darum, wie es ist, in der kleinen Stadt groß zu werden. Planet Galata handelt davon, wie es ist, nach Istanbul zu kommen, genauer gesagt auf die Galata-Brücke in Istanbul. Und die ist auch irgendwie eine kleine Stadt, oder zumindest ein Dorf, ein kleines Dorf in einer sehr, sehr grossen Stadt.

Die [kleine welt] ist mittlerweile schon ein richtiger Dinosaurier. Ein Neue-Medien-Dinosaurier aus dem Jahr 1997. Trotzdem schafft es die [kleine welt] immer noch Aufmerksamkeit zu erregen. Nicht in Schwandorf (das ist da, wo die [kleine welt] spielt), sondern z.B. in Lindau am Bodensee, da ist sie derzeit in einer Ausstellung zu sehen. In Kanada wird in Kürze ein Interview in einem Magazin mit mir über die [kleine welt] erschienen. Und am Donnerstag werde ich sie in Berlin vorstellen. Da, wo die Veranstaltung stattfinden wird, gibt es auch Bier. So wurde mir das gesagt.

Planet Galata ist zwar jetzt fertig, aber noch nicht veröffentlicht. Das ist jetzt auch wieder so ein Unterschied. Und die [kleine welt] habe ich ja quasi alleine gebastelt. Bei Planet Galata haben ganz viele Leute mitgemacht, die wissen was sie tun. “Professionelle Leute”, würde der König der Brücke dazu sagen. (Der König der Brücke, das ist eine der Figuren, die auf dem Planeten Galata leben.)
Planet Galata habe ich zusammen mit Berke Bas aus Istanbul gemacht, mit Gunther Kreis aus Berlin, Ilja Pollach aus Köln, Jim Avignon aus New York und noch vielen andere mehr.
Ich habe seit Mitte Februar fast nonstop daran gearbeitet, und jetzt bin ich ein wenig müde.
Aber, um es mit den Worten des Königs der Brücke zu sagen:

“Es macht glücklich, das Resultat einer Arbeit zu sehen, in die man viel investiert hat. Ich bin zufrieden, ich bin gut gelaunt in diesem Moment.”

Die [kleine welt] in Lindau (zusammen mit 7sons):
http://provinz.li/

Die [kleine welt] in Berlin:
am Donnerstag, 26.08.2010, 20:00h: tschk.de/

Die [kleine welt] demnächst in Kanada:
nomorepotlucks.org/

Planet Galata demnächst als Korsakow-film im Internetz:
arte.tv/planetgalata/

Und Planet Galata im Fernseher:
27. September 23:30 Uhr auf ARTE


{ Florian | 10.08.10 }





freiheit_show_2_18

Zum 14. und abschließenden Mal lädt das Korsakow Institut in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung in die Münchner Kammerspiele:

14.05.2010 Freiheit & Evolution – Führst du noch aus oder programmierst du dich schon selbst?

Eine Fülle biologischer Faktoren bestimmen die conditio humana, u.a. die Beschaffenheit unserer Sinne und Gliedmaßen, die Kapazität unseres Hirns, die Abhängigkeit von Sauerstoff, Wasser und Nahrung, das Eingeschriebensein von Altern und Sterblichkeit in unserem genetischen Programm. Lässt sich da überhaupt von Freiheit und Autonomie des Menschen reden? Im Augenblick scheint es, als wolle sich homo sapiens von einigen dieser Festschreibungen lösen. Ein Verbund aktueller und zu erwartender Errungenschaften verschiedener Disziplinen wie der Biogerontologie, der Gentechnik, der Synthetischen Biologie, der Robotik und der Nanotechnologie soll den Menschen in die Lage versetzen, Teile seines biologischen Grundtextes umzuschreiben, das menschliche Altern evtl. erheblich zu verlangsamen und die natürlichen Fähigkeiten des Menschen technologisch zu erweitern. Schickt sich der Mensch an, seine eigene Evolution in die Hand zu nehmen?

Mit Prof. Giovanni Maio, Bioethiker an der Universität Freiburg und Autor (Die Natur des Menschen in Neurowissenschaft und Neuroethik, Synthetische Biologie. Eine ethisch-philosophische Analyse) und Prof. Dr. Hans R. Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin

14.5.2010, Münchner Kammerspiele, Neues Haus, Falckenbergstraße 2, München, 20 Uhr

Mit dieser Veranstaltung endet die zweite und letzte Staffel der Reihe Hilfe, Freiheit! an den Münchner Kammerspielen. Wir bedanken für Ihr Interesse! Und wir danken der Bundeszentrale für politische Bildung, dn Münchner Kammerspiele, dem Goethe Institut und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München für die Kooperation und Unterstützung.


{ Florian | 14.05.10 }





13terStock-BRAZIL-1-small

Das Goethe-Institut in Barcelona zeigt der Reihe nach so ziemlich alle Korsakow-Filme, die ich je gemacht habe. Ein echter Geheimtipp für Insider!

8., 15., 22. und 29. April 2010
Goethe-Institut Barcelona
Manso 24-28, 4.Stock
Barcelona
Deutsch, Englisch, Arabisch
Eintritt frei | +34 93 2926006

Mehr auf: deutsch | spanisch | katalan


{ Florian | 06.04.10 }





2010solardach

Der ungezügelte und vermeintlich freie Umgang mit Energie hat zu Klimawandel und Knappheit fossiler Ressourcen geführt. Während die Wirtschaftskrise wie ein Unwetter über die Märkte hereingebrochen ist,  spüren wir die Energiekrise schon seit vielen Jahren. Die Zukunft scheint bei den erneuerbaren Energien zu liegen: Wasser, Sonne und Wind. – Da Wirtschaft und Energieverbrauch untrennbar miteinander verbunden sind, ist die Rede vom Green New Deal als Sammelbegriff für den Weg aus der Krise in aller Munde. Soll unsere zukünftige  Freiheit in weiterem Wachstum bestehen oder doch eher in einer bescheidenen Schrumpfungsökonomie? Ist die Energie- und Klima-Diskussion eine Diskussion über unseren Lebensstil und globale Gerechtigkeit oder bloß eine Frage umweltfreundlicherer Technik? Liegt die Lösung bei so ambitionierten Projekten wie Desertec, die uns Sonnenenergie aus der Wüste versprechen, oder eher in der Reduktion des Verbrauchs und der lokalen Energiegewinnung?

Mit Max Schön, Unternehmer, Präsident der Deutschen Gesellschaft CLUB OF ROME, Aufsichtsrat bei Desertec und Unternehmer und Tadzio Müller, Umweltaktivist und Politologe

26.2.2010 | Münchner Kammerspiele, Neues Haus | 20 Uhr


{ Florian | 21.02.10 }





freiheit+mafia

Organisierte Kriminalität ist ein fester Bestandteil auch der deutschen Gesellschaft geworden, das Wort Mafia ihr Synonym. Immer steht sie mit einem Bein in der legalen, bürgerlichen Welt. Sie ist nicht besiegt, sondern überall, auch in Deutschland, auf dem Vormarsch. Sie sahnt öffentliche Aufträge und EU-Gelder ab. Sie nistet sich in Freiräumen ein und unterläuft und ersetzt, wo immer möglich, den Staat. Sie stellt Ehre und ‘Gerechtigkeit’ über das Recht und erkennt staatliche Gewaltmonopole nicht an. Sie operiert transnational. Worin und wie radikal unterscheiden sich Wertekanon und soziale Struktur der verschiedenen Mafias von denen des Bürgertums? Welchem Begriff von Freiheit folgt mafiose Ideologie? Und wie massiv bedroht dieser Begriff unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung?

Mit Prof. Thomas Hauschild, Sozialethnologe an der Universität Halle und Autor (Ritual und Gewalt), und Petra Reski, Journalistin und Autorin (Mafia. Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern)

29.1.2010 | Münchner Kammerspiele, Neues Haus | 20 Uhr


{ Florian | 21.02.10 }





Venezuela-Car

Geld ist Machtmittel und Medium, es ist die Grundlage für Handel und Gesellschaft überhaupt. Eine Welt ohne es ist kaum vorstellbar. Geld ist aber vor allem Mittel zur Politik und Gewinnmaximierung, und die vorherrschende Ideologie des Umgangs mit Geldes hat uns mit all ihren Auswirkungen die aktuelle Krise des Systems beschert. Gleichzeitig ist Geld Motor für Fortentwicklung. Ist es an der Zeit, uns vom Diktat des Geldes zu befreien und neu nachzudenken über Freiheit und Ökonomie, über die Machtverhältnisse in unserem Land und auf der Welt? Gibt es Alternativen zum vorherrschenden Modell des Geldverkehrs? Ist vielleicht das Medium selbst das Problem? Wie können wir uns befreien aus den Fängen des Geldes? Kann man Geld neu und gerechter verteilen? Ist Freiheit mit Geld bezahlbar? Braucht eine globalisierte Welt ein neues Modell für den transnationalen Geldverkehr? Kann man Geld abschaffen? Oder privatisieren?

Mit Georg Zoche, Gründer der Vereinten Transnationalen Republiken und Autor (Welt Macht Geld)  und Prof Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Freitag, 18. Dezember 2009, 20.00 Uhr
Münchner Kammerspiele | Falckenbergstr. 2 | 80539 München

Karten unter www.muenchner-kammerspiele.de oder 089.233 966 00


{ Florian | 17.12.09 }





Freiheit & Liebe

| 13.11.2009 Freiheit & LiebeLiebe 2.0: Neue Freiheit oder neue Einsamkeit?
Das Konzept der Zweier-Langzeitbeziehung steht mehr denn je infrage. Feste Beziehungen sind nur mehr so lange opportun, wie sie mit Ausbildung, privater und beruflicher Mobilität und Selbstverwirklichung vereinbar sind. Die Verheißungen der Partnerfindung durch den schnellen Klick im World Web Web, die Möglichkeiten virtueller Kontakte und netzgenerierter Gelegenheitsverbindungen tun ein übriges im Angriff auf die traditionelle Zweierbeziehung. Geht dabei die Fähigkeit zur tieferen Bindung verloren – oder verbessert sich im Gegenteil unsere Anknüpfungsfähigkeit auf allen Gebieten derzeit radikal und die Welt wird eine bessere? Lebt eine neue Generation, die mit dem Internet groß wurde, eine Art vernünftige freie Liebe? Oder ist die neue Freiheit in der Liebe gar nicht selbstgewählt und selbstbestimmt, sondern bloß Abbild eines Wirtschaftssystems, in dem private Kontinuitäten, wie etwa die Gebundenheit an Ort und Familie, stören und Verbindlichkeiten systematisch ausgemerzt werden? – Und ist säkulare Liebe echte Empathie oder nichts als ein Tauschhandel der Aufmerksamkeit?
Mit  Jürg Willi und Svenja Flaßpöhler.


Freitag, 13. November 2009, 20.00 Uhr

Münchner Kammerspiele | Falckenbergstr. 2 | 80539 München, Germany

Karten unter www.muenchner-kammerspiele.de oder 089.233 966 00


{ Florian | 10.11.09 }





RoterFaden

Bild: Stefan Michalski – Fotolia.com

Nichtlineare Erzählweisen. Von Sascha Verlan und Almut Schnerring. SWR 2 Wissen vom 10.09.2009. Geschichten verlaufen üblicherweise linear in der Zeit, sie haben einen Anfang und ein Ende. In seinem Buch über die Dichtkunst hat Aristoteles die Regeln vom Spannungsbogen und roten Faden formuliert; Hollywood hat sie perfektioniert. Aber geht es nicht auch anders? Die Mitglieder des “Instituts für nonlineare Erzählkultur” behaupten, diese Strukturen folgten nur erlernten Konvention und seien überholt. Sie arbeiten z.B. mit einer Software, die es dem Nutzer ermöglicht, sich einen eigenen Weg durch das Material zu bahnen und seine eigene Geschichte zu bauen. Nonlinear sind schließlich auch unsere Wahrnehmung und unser Erinnern. Folgt die Erzählung mit rotem Faden wirklich nur einer Konvention? Was gibt uns das Gehirn für das Verständnis von Geschichten vor – und wo liegen die Chancen einer neuen Erzählweise?

ZUM PODCAST


{ Florian | 23.09.09 }





Eine Korsakowshow zu Mode & Identität
Dienstag, 8. September, Berliner Akademie der Künste, 19 Uhr, Eintritt frei

„Was hat mein Lieblingspulli eigentlich mit meinen Überzeugungen zu tun?“ – Ob Haute Couture, Second Hand oder Kleidung aus dem Textil-Discounter – unsere Garderobe ist mehr als nur Verpackung. Sie ist der kulturelle Code eines Lebensgefühls, des sozialen Status und nicht selten ist sie mit einer bestimmten Jugend- und Musikkultur verbunden. Das Symposium „FASHION@SOCIETY: Modedesign, Jugendkulturen, soziale Identitäten“ beleuchtet am 8. September 2009 die soziale Dimension von Mode als Medium sozialer Abgrenzung und Zugehörigkeit. Die Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und des Goethe-Instituts findet in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz statt.

Zum Abschluss des Symposiums präsentiert das Korsakow Institut um 19 Uhr die Korsakowshow NOT THE SHOES! zum Thema MODE & IDENTITÄT. Als Experten sprechen Dr. Heike Jenß, Parsons The New School for Design, New York und Dr. Daniel Devoucoux, Institut für Kunst und Materielle Kultur,
Technische Universität Dortmund. Und auf der Leinwand sind zu sehen Interviewclips mit Sven Marquardt, Fotograf und Türsteher des Berghain-Clubs, Tim Renner, Musikproduzent (Motor Entertainment) und seiner Tochter Viktoria sowie der Plastischen Chirurgin Dr. Ursula Tanzella.

Mehr zum Symposium FASHION & SOCIETY und zum Wettbewerb CREATEUROPE siehe www.createurope.com

IMGP3010


{ Florian | 06.09.09 }





Mauerexpeditopn 2009

Mauerexpedition 09 – Filmausschnitte und Tourtagebücher
Unterwegs mit Fahrrad, Zelt und Schlafsack sowie Videokamera und Audiogerät erkundeten Berliner Jugendliche unter der Leitung des Medienkünstlers Florian Thalhofer und der Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak den Grenzverlauf um das ehemalige West-Berlin.

29. August 2009 | 19.30 Uhr
Jugend Museum | Hauptstraße 40/42 | 10827 Berlin


{ Florian | 29.08.09 }





Korsakow-Naturally-Nonlinear
http://korsakow.org/download

Release Notes 5.0.2 (26/8/09):

* Users can now Import and Export Interface designs via File->Export and File->Import (can also right-click an interface and chose “export”)
* When closing one project (ie when opening a second one, loading, importing, etc…) if there are resources being edited there is a prompt about losing unsaved work. if the user OK’s it the editors are automatically discarded
* Default project size is now 1024×768 (interface is centered)
* Fixed problem where a SNU can’t be deleted after cloning it
* Title bar now includes both project name and filename
* “Made in Korsakow” message is now in Arial, Verdana, SansSerif
* Added keyword metadata to html (this is admittedly a weak solution most search engines pay little attention to this info)
* Mac only: Users can drag KRW files to the running icon of the Korsakow application to open that project
* Reserved keywords (random, end, …) now start with a _ (this doesn’t effect importing K3 which uses random>, end+, etc…)
* When adding a new rule (ie an OUT keyword) the time should be the same as the one before it
* Video export errors related to encoding now present a specialized message and don’t prompt to submit the error
* Users running an unsupported OS or Architecture (eg Mac PowerPC) now get a warning when starting Korsakow
* Better error message for certain errors when loading a project
* Rule editing: Korsakow now adds a space after comma separator
* Users can now edit the properties of all selected widgets (only common properties are shown)
* K3 imports no longer fail when filename(s) contains a “?”
* Reworked widget resizing in interfacer: aspect ratio maintained by default, use modifier key to break; aspect ratio is applied according to which side/corner is being dragged (for example resizing the right side will cause the widget to resize vertically to keep the aspect ratio, while keeping the widget centered vertically)
* ‘All keywords’ is shown next to SNU Editor when opened


{ Florian | 27.08.09 }





totenkopf

Heinz Emigholz interpretiert Zeichnungen aus seiner Serie DIE BASIS DES MAKE-UP und zeigt dazu seinen neuen Kurzfilm ZWEI PROJEKTE VON FRIEDRICH KIESLER. Das ganze findet in Form einer Korsakow-Show statt, technisch unterstützt durch das Korsakow-Institut.

26. August 2009 | 20 Uhr | Kino Arsenal | Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin


{ Florian | 25.08.09 }





Puzzle-im-Kopf

Ein interaktives Radiofeature von Almut Schnerring und Sascha Verlan
Deutschlandradio Kultur 2009

Ob man mit der Mitte beginnt oder mit dem Rand: jede Reihenfolge setzt andere Schwerpunkte. Am Ende entsteht eine variable Folge aus Hörminiaturen, die den Hörer zum puzzelnden Co-Autor macht. Umgesetzt mit Unterstützung des Korsakow-Instituts.

Puzzle im Kopf ist jetzt als Korsakow-Film online.
www.radiopuzzle.de


{ Florian | 25.08.09 }





General a.D. Klaus Reinhard in der Veranstaltung “Hilfe-Freiheit” in den Kammerspielen in München. Der Korsakow-Film der Veranstaltung ist jetzt online unter: www.hilfe-freiheit.de


{ Florian | 19.08.09 }





“Sheik Suellim has seven sons” Maher says proudly.
“Seven Sons, and not one daughter?” I wonder.
“Seven sons,” Maher replies, “and further more six daugthers.”

7 Sons is now available online watch in any browser:

www.7sons.com


{ Florian | 21.07.09 }





Vergessene Fahnen wird im Rahmen der Ausstellung VOX POPULI auf der wunderschönen Burg Eisenhardt in Belzig gezeigt.

VOX POPULI untersucht künstlerische Positionen zum Thema Demokratie im Kontext aktueller Kunst. Entstanden sind Installationen, Dokumentationen, multimediale Arbeiten und Aktionen mit Bürgerbeteiligung, die sich dem Thema auf kritische oder spielerische Weise nähern.

5. Juli bis 20. September 2009

Burg Eisenhardt
Mi. – So. 12-18 Uhr | Sa. / So. 11-18 Uhr
Wittenberger Str 14 | 14806 Belzig


{ Florian | 04.07.09 }





Das weltweit allererste mit Korsakow produzierte Radio-Feature entsteht in Köln:

spezial: Das radiolounge Publikum produziert ein Feature:

Puzzle im Kopf oder die Rätsel unserer Wahrnehmung

Steve Woods: Puzzlevon Almut Schnerring und Sascha Verlan

Der heutige radiolounge-Abend ist etwas ganz Besonderes: Die Zuhörerinnen und Zuhörer bestimmen interaktiv während des Zuhörens die endgültige Sendefassung des Features, das in der Woche darauf im Deutschlandradio Kultur seine Ursendung hat.

Almut Schnerring und Sascha Verlan haben nämich die Versatzstücke ihres Features so vorbereitet, dass das anwesende Publikum beim Zuhören sich (stumm) darüber abstimmen kann, was es als Nächstes zu hören bekommt – ganz passend zum Motiv des Features – dem nichtlinear ablaufenden Zusammenlegen eines Puzzles.

Die in der radiolounge entstehende Sendefassung wird im Deutschlandradio Kultur am Mittwoch 17. Juni, 0.05 Uhr ausgestrahlt.

Die radiolounge in der Kölner Filmpalette am Dienstag, 9. Juni 2009, 21 Uhr.


{ Florian | 09.06.09 }





Bereits zum dritten Mal war ein Expeditionsteam entlang des ehemaligen Mauerstreifens unterwegs. Die 155 km lange Reise führte quer durch Berlin und an dessen Ränder. Unterwegs traf das Team auf Menschen, die im ehemaligen Grenzgebiet leben oder sich dort aufhalten und befragte sie nach ihrer Erinnerung. Die Interviews wurden mit der Kamera festgehalten und nach der Expedition gesichtet. Außerdem entstanden Tour-Tagebücher mit persönlichen Notizen und Beobachtungen.

Die Präsentation der MAUEREXPEDITION 09 zeigt eine Auswahl des gesammelten Materials, in der die vielen Stimmen und Perspektiven einen Panoramablick auf das vergangene und gegenwärtige Berlin ergeben.

Das Expeditionsteam: Lisa Best, Anne Burzlaff, Sascha Breßler, Sarah Jasinszcak, Laura Köppen, Christina Rank, Adina Reza, Florian Thalhofer, Linus Vollmar

Die MAUEREXPEDITION 09 wurde geleitet von Florian Thalhofer (Medienkünstler) und Sarah Jasinszcak (Theaterpädagogin DT) und ist ein Projekt von junges DT und THEATER AN DER PARKAUE in Zusammenarbeit mit dem Medienkompetenzzentrum ‘Meredo’.

6. Juni 2009 / 19:30 Uhr
In der Box des Deutschen Theaters / Eintritt: 5 Euro

Karten:
Kasse: 030 – 284 41-225
DT-Besucherservice: 030 – 284 41-221

www.mauerexpedition.de

Per E-Mail: service@deutschestheater.de


{ Florian | 05.06.09 }





Noemi Schneider hat am Tag nach unserer 7. Hilfe-Freiheit-Show in München ein 1-stündiges Interview mit Herrn Hülswitt und mir gemacht. Wir sprechen über Korsakow, Freiheit, Erzählung und Gott… Herr Hülswitt geht nach der Show immer frühzeitig zu Bett. Zu mir hat mein Kunstlehrer mal gesagt, dass man sich als ordentlicher Künstler anständig betrinken muß, wenn man eine Vernissage hat. Das kann man auch hören…

Hier geht es zum Beitrag.


{ Florian | 13.05.09 }





Zum zweiten Mal habe ich dieses Jahr das Vergnügen, mich mit einer kleinen Gruppe auf Spurensuche entlang der ehemaligen Mauer um Berlin zu begeben. Dieses Jahr zusammen mit der Theaterpädagogin Sahra Jasinszczak vom Jungen DT.

Die 155 km lange Reise an den Rändern Berlins findet mit dem Fahrrad statt und dauert sechs Tage. Unterwegs spricht das Expeditionsteam mit Menschen, die im Grenzgebiet leben oder sich dort aufhalten , und befragt sie nach ihrer Erinnerung. Die Interviews werden mit der Kamera und einem Aufnahmegerät festgehalten und nach der Expedition gesichtet. Das Material wird zu einem Panoramablick auf das Vergangene und die Gegenwart verdichtet. Neben den Filminterviews notiert das Team persönliche Eindrücke, die zusammen mit den Interviews zu einer Bühnenpräsentation zusammengefügt werden.

Die MAUEREXPEDITION findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. In diesem Jahr das erste Mal als Kooperatin von junges DT dem THEATER AN DER PARKAUE und dem Medienkompetenzzentrum meredo.de.

Die Teilnahme kostet sagenhaft günstige 30 Euro (- ja, inklusive Unterkunft!)

Anmeldungen bis 10. Mai unter jungesdt@deutschestheater.de oder besucherservice@parkaue.de / Telefonisch unter: 030 – 28 441 399 (junges DT) oder 030 – 55 77 52 -52 (THEATER AN DER PARKAUE)


{ Florian | 06.05.09 }





Es ist unser Leib & Magenthema: Wie erzählen wir uns die Welt?

Diskurs, Film, Labor. Eine Gesprächsreihe des Korsakow Institut für Nonlineare Erzählkultur und der Münchner Kammerspiele.

Freiheit & NarrationSag mir, wie Du erzählst, und ich sage Dir, wie frei Du bist

‘Wir sind Geschichten, die Geschichten erzählen’, sagt Fernando Pessoa. Wir sehen und verstehen uns und die Welt um uns herum gemäß der Geschichten, die wir erzählt bekommen und erzählen. Aristotelisch-lineare Erzählung nimmt den Zuschauer an der Hand und führt ihn durch eine Welt der Konflikte und Katastrophen, der Entwicklungen, der Anfänge, Enden und tickenden Uhren. Alles in dieser Welt gehorcht den Weisungen einer übergeordneten und von der Handlung unberührbaren Dramaturgie. Aristotelische Erzählung etabliert damit letztlich immer höheren Sinn und Notwendigkeit und negiert Zufall und Unberechenbarkeit. Nicht erst seit Ankunft des Computers und des Internets bestehen neben dieser Erzählform Traditionen freieren, pluralistischeren, mehr an Netzen und Assoziationen als an fixen Strängen und dramaturgischen Hierarchien interessierten Erzählens. Wie lange kann es autoritär-aristotelische Erzählformen in einer freiheitlich-pluralistischen Informationsgesellschaft noch geben? Bilden lineare Erzählformen die Wirklichkeit und das Denken nach oder formen sie sie? Was können diese Erzählformen, was können sie nicht, und was macht sie ökonomisch so erfolgreich? – Und werden die Digital Natives, die Generationen, die mehr mit dem Internet groß werden als mit dem Fernsehen, diese Erzählformen noch schätzen?

Wir freuen uns sehr auf Prof. Heinz Emigholz (Institut für zeitbasierte Medien der Universität der Künste Berlin; ‘Goff in der Wüste’, ‘Schindlers Häuser’, ‘Die Wiese der Sachen’) und den Autor Georg Klein (Ingeborg-Bachmann-Preisträger, ‘Libidissi’, ‘Barbar Rosa’) auf der Bühne der Münchner Kammerspiele …

… und auf Kristof Magnusson (‘Männerhort’), Anke Stelling (‘Gisela’) und Florian Thalhofer (‘Vergessene Fahnen’) auf der Leinwand.

Für mehr Infos zu den 8 Folgen von HILFE ! FREIHEIT siehe www.hilfe-freiheit.de und die Facebook Group HILFE FREIHEIT

Freitag, 3. April 2009, 20.00 Uhr

Bitte reservieren!

Münchner Kammerspiele | Falckenbergstr. 2 | 80539 München, Germany

Karten unter www.muenchner-kammerspiele.de oder 089.233 966 00


{ Florian | 01.04.09 }





8 mal 8 Tage nach seinem 8. Geburtstag, und weil mir gerade danach ist, kopiere ich nun dieses fast schon historische Dokument in die Welt:

Das Korsakow-Syndrom ist ein interaktiver und nichtlinearer Film zum Thema Alkohol. Der erste von mehr als 1.000 Korsakow-Filmen. Oft erwähnt, doch bisher nur von wenigen Menschen ganz gesehen, hier nun in voller Opernlänge und mit allen filmtechnischen Schnitzern und Kanten! Die Sprache ist Deutsch und Englisch. Der Film zeigt auch das berühmt-berüchtigte Vodka-Konzert des Berliner Künstlers Jim Avignon, das er für diesen Film gegeben hat.

Ich werde ganz melancholisch. Dieser merkwürdige Film, das erste mal, dass ich überhaupt mit einer Kamera gearbeitet habe: Nur wenige Menschen haben diese Arbeit gesehen, und doch ist sie in einer ganzen Reihe schlauer Texte, Büchern und sogar einiger Doktorarbeiten erwähnt. Meine Diplomarbeit an der UdK, sie hat mich um die Welt gebracht, das Wort Korsakow höre ich heute durchschnittlich 10 Mal am Tag. Noch immer mache auf diese Art Filme, helfe anderen dabei, die ihrigen zu machen. Dieser Film und die dazu entwickelte Software verdrehte nicht nur mir den Kopf, hat meinen Blick auf die Welt grundlegend verändert: ich weiss nun, dass es keinen Gott gibt, dass man seines eigenen Glückes Schmied ist und dass das Glück nichts ist, was man mit den Händen greifen kann.

Verfügbar als Bittorrent-Download (von schnellem Server), leider nur für den Mac.
http://thepiratebay.org/torrent/4783292/Das_Korsakow_Syndrom___The_Korsakov_Syndrome

Viel Vergnügen!


{ Florian | 20.03.09 }





Freiheit & Schulwesen – Wo lernt man die Kultur der Freiheit?

Körperbewusstsein, Konfliktfähigkeit, Kommunikationsfertigkeiten, Selbsterkenntnis und Selbstbewusstein, der bewusste Umgang mit Medien und ein Immunsystem gegen die Übergriffe eines entgrenzten Kapitalismus, Entscheidungskraft, bewusster Verzicht und die Stärke, Unsicherheiten auszuhalten – all dies zählt zu den Fertigkeiten, die Menschen brauchen, um in politischer und metaphysischer Freiheit zu leben. Wo aber lernen Kinder das Handwerk der Freiheit in einem Schulsystem, das auf bloße Stoffvermittlung und – ohne Rücksicht auf individuelle Begabungen – vereinheitlichte Leistungsmessung setzt? –
Mit Prof. Dr. Gernot Böhme (Philosoph, ‘Ethik leiblicher Existenz’, Institut für Praxis der Philosophie e.V.) und Michael Fritz (ehemaliger Schulleiter, heute Geschäftsführer des Transferzentrums Neurowissenschaften und Lernen der Universitätsklinik Ulm).

Freitag, 6. März 2009, 20.00 Uhr
Bitte reservieren!
Münchner Kammerspiele | Falckenbergstr. 2 | 80539 München, Germany
Karten unter www.muenchner-kammerspiele.de oder 089.233 966 00


{ Florian | 04.03.09 }





Bild: Fabian Pha.

Bild: Fabian Pha.

Jeden Monat eine neue Show – jeden Monat ein neuer Korsakow-Film.

Der Aufstieg der Depression zur bekanntesten Krankheit der freiheitlich-westlichen Welt beginnt laut des französischen Soziologen Alain Ehrenberg (‘Das erschöpfte Selbst’) in dem Moment, in dem das Modell autoritärer Verhaltenssteuerung durch die Norm persönlicher Initiative erstetzt wurde, die jeden dazu verpflichte, er selbst zu werden. Die Depression sei daher die Krankheit der Verantwortlichkeit, in der ein Gefühl der Minderwertigkeit vorherrsche. ‘Der Depressive’, so Ehrenberg, ‘ist nicht voll auf der Höhe, er ist erschöpft von der Anstrengung, er selbst werden zu müssen.’ Ist die Depression der unbedingte Preis der Freiheit? – Und was ist in den Zeiten des emanzipierten Individuums aus den Schwestern der Depression, der Psychose und der Neurose geworden? – Mit Prof. Dr. Dr. Margot Albus (Klinikum München-Ost) und Dr. Marcus Hawel (Universität Hannover).

www.hilfe-freiheit.de

DOWNLOAD:
Flyer zu Teil 1 – 4 der Reihe
Flyer zu Teil 5 – 8 der Reihe

Mit Unterstützung von:
Goethe Institut, Bundeszentrale für Politische Bildung, Kulturreferat der Stadt München.


{ Florian | 12.02.09 }





Diskurs, Film, Labor. Eine Gesprächsreihe des Korsakow Institut für Nonlineare Erzählkultur und der Münchner Kammerspiele.

Bild: Fabian Pha.

Freiheit & Bundeswehr – Welcher Einsatz für die Freiheit?
Mit Carolin Emcke, Reporterin und Buchautorin (‘Von den Kriegen’) und Klaus Reinhardt, General a.D. (ehem. Befehlshaber der KFOR-Friedenstruppe in Pristina) und Autor (‘KFOR – Streitkräfte für den Frieden’)

Die Bundeswehr ist die große Unbekannte in diesem Staat. Sie ist da, und sie macht etwas. Aber was genau macht sie, und wo? Ist sie noch eine Verteidigungsarmee? Ist sie de facto noch eine Parlamentsarmee? Welchen Einfluss hat die NATO? Muss unsere Freiheit im Ausland verteitigt werden? Weiß der Durchschnittsdeutsche, wo überall in der Welt die Bundeswehr ihn verteidigt? Und gegen wen? Weiß der Gefreite, was genau er verteidigt? Wie freiwillig gehen die Freiwilligen nach Afghanistan? Seit wann und warum operiert die Bundeswehr im Ausland? Wie viele Bundeswehrsoldaten haben im Ausland ihr Leben gelassen? Und was ist der Unterschied zwischen Freiheit und (Enduring) ‘Freedom’?

Hilfe-Freiheit-Show

Bild: Jans Dreske

Freitag, 13. Februar 2009, 20.00 Uhr

Bitte resevieren!
Vorbestellung unter 089.233 966 00, Münchner Kammerspiele

www.hilfe-freiheit.de | www.institut.korsakow.com


{ Florian | 11.02.09 }





2562 km sind Florian Thalhofer und Juliane Henrich im Jahr 2006 durch Deutschland gereist. Auf der Suche nach den vergessenen Fahnen der Fußball-Weltmeisterschaft und ihren Besitzern. Sie sammelten Bilder und Interviews für einen Korsakow-Film, der im Rahmen des Projekts “Odysseus auf der Suche nach Europa” erstmalig auf der Seite des Goethe-Instituts präsentiert wurde. Ähnlich wie beim Film [13ter Stock] von Thalhofer und Kolja Mensing bestimmen die Zuschauer den Verlauf des Films, der Film selbst wird interaktiv.

Vorführung im Rahmen der vom Verbrecher-Verlag organisierten Verbrecherversammlung im wunderbaren “Monarch” zu Kreuzberg.
Monarch  |  Skalitzerstr. 134.  |  10999 Berlin
Dienstag, 22. Januar 2008 |  Beginn: 20.30 Uhr  |  Eintritt: 4 €

(Die ersten drei Besucher, die den Vortragenden auf ein Bier einladen, erhalten ein Exemplar von Vergessene Fahnen auf DVD.)

www.vergessene-fahnen.de


{ Florian | 20.01.09 }





Diskurs, Film, Labor. Eine Gesprächsreihe des Korsakow Institut für Nonlineare Erzählkultur und der Münchner Kammerspiele.

Freiheit & Überwachung – Wie frei ist der Bundesdeutsche Bürger?

Die Experten des Abends: Sandro Gaycken vom Chaos Computer Club und Dr.-Ing. Bertram Nickolay vom Fraunhofer-Institut für Sicherheitstechnologie. Bertram Nickolay war maßgelblich an der Entwicklung des biometrischen Reisepasses und anderen Sicherheitstechnologien beteiligt.

Neue Technologien, omnipräsente Überwachungskameras oder die digitale Speicherung der Daten aller Bundesbürger in einer zentralen Liste sollen zum Erhalt der Sicherheit beitragen. Welche Gefahren des Missbrauchs sind mit solchen Technologien verbunden? Wer hat Zugriff auf die gesammelten Daten? Merkt es der Einzelne, wenn seine Daten erfasst werden? Wie gläsern sind wir?

Vorbestellung unter 089.233 966 00, Münchner Kammerspiele

www.hilfe-freiheit.de | www.institut.korsakow.com

Foto Juliane Henrich

Freitag, 16. Januar 2009, 20.00 Uhr
Münchner Kammerspiele | Falckenbergstr. 2 | 80539 München, Germany
Karten unter www.muenchner-kammerspiele.de oder 089.233 966 00


{ Florian | 14.01.09 }





Hilfe-Freihei-Arbeit

Jeden Monat eine neue Show – jeden Monat ein neuer {Korsakow}Film.

Teil II – Freiheit & Arbeit

Mit Daniel Häni (unternehmen mitte basel), Prof. Dr. Michael Hüther (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) einigen Gästen der Veranstaltung am 21. November 2008 in den Kammerspielen in München sowie Tanja, Levo, Stefan und Carlos aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding.

Man kann diesen Korsakow-film online ansehen, oder via Bittorrent herunterladen:
PC version
| MAC version


{ Florian | 11.01.09 }





Das Korsakow Institut empfiehlt:

Die BERLINALE-Aufführungen des neuen Films von Heinz Emigholz SENSE OF ARCHITECTURE (168 Minuten) im Rahmen des FORUM EXPANDED:

Freitag, 6.2. 14:00 Uhr Arsenal 1
Samstag, 7.2. 12:00 Uhr Hamburger Bahnhof (mit Buchpräsentation)
Sonntag 8.2. 20:30 Uhr Arsenal 2

www.pym.de


{ Florian | 11.01.09 }





Foto: Jens Dreske

Am 19.12. um 20 Uhr geht es in den Münchner Kammerspielen weiter mit HILFE, FREIHEIT!: Nach dem ausverkauften Start mit Freiheit & Religion und den heißen Debatten bei Freiheit & Arbeit widmen wir uns dieses Mal den Fragen rund um Freiheit & Depression und Psychose:

19.12.08 Freiheit & Depression und Psychose – Wieviel Freiheit verkraften wir?
Der Aufstieg der Depression zur bekanntesten Krankheit der freiheitlich-westlichen Welt beginnt laut des französischen Soziologen Alain Ehrenberg (‘Das erschöpfte Selbst’) in dem Moment, in dem das Modell autoritärer Verhaltenssteuerung durch die Norm persönlicher Initiative erstetzt wurde, die jeden dazu verpflichte, er selbst zu werden. Die Depression sei daher die Krankheit der Verantwortlichkeit, in der ein Gefühl der Minderwertigkeit vorherrsche. ‘Der Depressive’, so Ehrenberg, ‘ist nicht voll auf der Höhe, er ist erschöpft von der Anstrengung, er selbst werden zu müssen.’ Ist die Depression der unbedingte Preis der Freiheit? – Und was ist in den Zeiten des emanzipierten Individuums  aus der Psychose und der Neurose geworden?

Mit Prof. Dr. Dr. Margot Albus (Psychiaterin, Leiterin des Klinikum München-Ost, Ludwig-Maximilians-Universität München) und Dr. Marcus Hawel (Soziologe an der Universität Hannover)

Vorbestellung unter 089.233 966 00, Münchner Kammerspiele NUR NOCH WENIGE KARTEN!


{ Florian | 16.12.08 }





Jeden Monat eine neue Show – jeden Monat ein neuer {Korsakow}Film.

Teil I – Freiheit & Religion

Mit dem Soziologen Prof. Dr. Armin Nassehi, dem Jesuitenpater Prof. Dr. Friedhelm Mennekes, einigen Gästen der Veranstaltung am 31. Oktober in München sowie Lena Mey, Mirjam Barne, Andreas Dessalermos und aus dem Uferlos, einer Kneipe in Berlin-Wedding: Carlos, Bakri und Axel.

Man kann diesen Korsakow-film online ansehen, oder via Bittorrent herunterladen:
PC version
| MAC version


{ Florian | 16.12.08 }